Die messbare Wirkung der Meditation.

October 23, 2018

 

Am Wochenende habe ich in der arte Mediathek eine grandiose Dokumentation über Meditation gesehen (Die heilsame Kraft der Meditation).

 

Sie behandelte die Meditation unabhängig ihres spirituellen Ursprungs auf höchst wissenschaftliche Weise.

 

Es wurden unterschiedliche Forscher und Studien vorgestellt, die zum Teil erstaunliche Effekte nachweisen konnten.

 

1979 etablierte Jon Kabat-Zinn, ein promovierter Mikrobiologe, in den USA die Achtsamkeitsmeditation, die wir heute kennen. Er gründete das Center for mindfulness in Massachusetts.

Damals wurde er belächelt. Wieso solle man sich mit Beschaffenheit, Geruch und Geschmack einer Rosine beschäftigen? Heutzutage gehört sein 8-wöchiges Programm zu den etabliertesten in der therapeutischen Nutzung der Meditation.

Manche kennen ihn vielleicht wegen seines berühmten Zitats: You can't stop the waves, but you can learn how to surf.

 

Mittlerweile wird in den USA in 250 Kliniken Meditation als Bestandteil der Therapie unterschiedlichster Krankheitsbilder angeboten. Und das in einem Land, dass die Kosteneffizienz in der Medizin quasi erfunden hat. Es werden Patienten mit Tumorleiden, Schmerzen, chronischen Erkrankungen wie Diabetes/Bluthochdruck/usw. erfolgreich behandelt.

 

Eine Studie, die sich insbesondere mit der Immunantwort auf Stress beschäftigte, kam zu einem tollen Ergebnis. Stress verursacht im Körper eine hormonelle Antwort: Cortisol wird ausgeschüttet, das unseren Stoffwechsel hochfährt, um in der akuten Stress-Situation schneller reagieren zu können. Dauerhafter Stress sorgt dafür, dass Diabetes und Bluthochdruck verstärkt werden.

In dieser Studie wurde eine Teilnehmergruppe mit einem Meditationskurs vorbereitet und die andere nicht. In einer stressigen Situation wurden zu Beginn und zum Ende des Beobachtungszeitraumes die Cortisolausschüttung der Teilnehmer gemessen. Das überraschende Ergebnis war, dass die in Meditation geübten Teilnehmer einen niedrigeren Anstieg und ein schnelleres wieder absinken des Cortisols aufwiesen als die anderen. Das heisst: Meditation hilft uns, Stress besser und schneller zu verarbeiten.

 

In Bezug auf Depressionen kamen andere Studien zu dem Ergebnis, dass Patienten, die zwei schwere depressive Episoden erlitten hatten und in Meditation geschult wurden, im Zweitraum von zwei Jahren eine um 50% reduzierte Rückfallquote aufwiesen als die Vergleichsgruppe. Das bedeutete, dass Meditation genauso gut wirkt wie die Einnahme von Antidepressiva.

 

Eine andere Forschungsgruppe um Clifford Saron der University of California untersuchte die Zelleffekte der Meditation. Unsere Chromosomen haben an ihren Ärmchen Kappen, die die Alterung und letztlich den Zelluntergang steuern. Sie werden im Lauf des (Zell-)Lebens langsam abgebaut. Wenn sie komplett abgebaut sind, stirbt die Zelle.

In ihren Untersuchungen konnten die Forscher zeigen, dass ein 3-wöchiger Meditationskurs dazu führte, dass diese Kappen nicht abgebaut, unverändert bzw. sogar wieder aufgebaut werden konnte. Das heißt, Meditation schützt unsere Zellen vor vorzeitiger Alterung (und letztlich auch uns).

 

Eine andere Forschungsgruppe konnte eine bessere Schmerzverarbeitung mit Hirnfunktionsaufnahmen beweisen.

 

 

Wer bisher noch Zweifel hatte, ob er/sie mit Meditation beginnen sollte, oder wer Meditation bisher als spirituellen Quatsch gesehen hat, sollte sich diese Dokumentation ansehen oder mir glauben:

 

Jeder Mensch sollte meditieren, weil ...... (siehe oben).

 

Ein paar Inspirationen meiner Seite findet ihr unter:

5 Tips für ein achtsames Leben

PRÄSENT SEIN. Nutze den Moment.

Mythos Meditation

5 Dinge um aus (D)einem Tief zu kommen.

 

 

 

In diesem Sinne:

Namasté,

Charlotte

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