PARADOX - über die Widersprüche in uns.

September 10, 2018

 

 

Jeder hat seine eigene Komfortzone, in der er/sie sich sicher fühlt. Während der eine sie in seinem gemütlichen geschützten Zuhause findet, kann jemand anderes das alleine sein nicht ertragen und ist immer unterwegs.

Manch eine liebt den gleichförmigen Rhythmus des Alltags, während der nächste den Alltagstrott fürchtet und ständig neue Herausforderungen sucht.

Dazu kommen noch die emotionalen Komfortzonen. Gewünscht sind nur die Sonnenseiten: Zuversicht, Mut, Selbstbewusstsein.

 

Und ich so?

 

Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich bin beides. Stubenhocker und Abenteurer. Gewohnheitsmensch und Entdecker. Laut und leise. Mutig und ängstlich. Glücklich und betrübt.

 

Paradox. Widersprüchlich. Ich.

 

Wir streben alle nach dem Licht, dem Glück, der Schönheit, der Erfüllung.

 

Aber das Licht sehen können wir nur, weil wir die Dunkelheit kennen.

 

Das Glück fühlen können wir nur, weil wir das Unglück kennen.

 

Die Schönheit sehen wir, weil wir das Hässliche kennen.

 

Die Erfüllung finden wir, wenn wir beides in unserem Leben annehmen.

 

Wir gehen kaputt, wenn wir nur unsere Sonnenseite pflegen und die Schattenseite bekämpfen. Wir sind Menschen. Und Menschen sind beides. Liebevoll und ungeduldig. Schön und hässlich. Glücklich und unendlich traurig. Heiter und wütend.

 

Unsere Aufgabe ist es, diese Widersprüche hinzunehmen.

 

Üben kann man das in der Meditation: wenn man sich in die Position des Beobachters begibt, und den Strom der Gefühle und Gedanken betrachtet. In dem Moment, in dem wir sie betrachten, distanzieren wir uns von ihnen und identifizieren uns nicht mehr damit.

Das ist der erste Schritt: ICH bin nicht meine Gedanken. ICH bin die Instanz, die sie aus einer sicheren Position heraus betrachtet: was ist das für ein Gedanke und welches Gefühl löst er aus? Wo spüre ich es? Wie fühlt es sich an? Schon dadurch wird es leichter.

Unser Geist produziert den ganzen Tag Gedanken – das können wir nicht beeinflussen. Wir können aber lernen, uns von diesen nicht mehr verrückt machen zu lassen. Wie schon gesagt: Ich bin nicht meine Gedanken. Ich bin auch nicht meine Gefühle.

Ich bin mehr als Wut, Angst, Ungeduld, aber auch mehr als Freude und Mut. Das sind alles Zustände, die nur flüchtig sind. Ich bin so viel mehr als das.

 

Und wenn man dies für sich erkannt hat, passiert etwas Magisches.

 

Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche,

Charlotte

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Aktuelle Einträge

October 15, 2018

October 6, 2018

September 30, 2018

September 20, 2018

August 13, 2018

Please reload

Archiv
Please reload

Schlagwörter
Please reload

Folgen Sie uns!
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square

​© 2018 by CK YOGA