VOM SOLLEN UND WOLLEN

August 13, 2018

 

 

Ich hoffe, Du hattest ein wundervolles Sommerwochenende und konntest Dich gut erholen!

 

Gerade im Sommer gibt es so viel, was wir machen können. In die Sonne gehen, Sport machen, uns abends mit Freunden treffen, Hauptsache, wir nutzen jeden Tag. Am besten draußen und mit ganz viel Action. Wobei ich mit Action nicht nur Rafting meine, sondern allgemein die Aktivitäten, die im Sommer mehr anfallen.

In längeren Schönwetterperioden stelle ich bei mir allerdings fest, dass ich davon ein bisschen müde werde. Ich bin angestrengt und matt und der Elan des Sommerbeginns wird weniger.

Gestern habe ich mich das erste Mal diesen Sommer diesem Gefühl hingegeben und habe mich bewusst gegen das „Ich sollte raus gehen, in die Sonne, mich bewegen, Menschen treffen, etc.“ entschieden. Ich habe dieses „Ich sollte“ ignoriert und mich gefragt, was mein Bauchgefühl mir sagt, was ich möchte. Was mein Körper und mein Geist wollte. Nach einigem Hin und Her im Kopf habe ich mich ganz bewusst mit einem seichten Roman auf mein Sofa gelegt. Und gelesen. Am Stück. 6 Stunden lang. Ganz bewusst. Immer wenn ich aus dem Fenster blickte, die strahlende Sonne und des blauen Himmel sah, versuchte es die Stimme wieder „Ich sollte an den See fahren und SUPen. Ich sollte wenigstens Laufen gehen. Yoga machen. Spazieren gehen. Ich sollte mich mit jemandem verabreden.“ Jedes Mal kam eine andere Idee, manche wiederholten sich. Und ich blieb standhaft. Ich hinterfragte jedes einzelne „Ich sollte“ und ersetzte es durch mein individuelles „Ich will“. Ich blieb liegen und las das Buch zu Ende. Ich lackierte meine Fußnägel. Ich backte eine Apfelkuchen. Ein bisschen Yoga habe ich gemacht, aber nicht so viel, wie mein "Ich sollte" wollte, sondern was mir gut tat.

 

Ganz bewusst habe ich mich gegen dieses Abhaken von Aktivitäten gestemmt und mich meinem Müßiggang hingegeben. Es war wundervoll. Manchmal meldet sich bei so etwas dann ja abends ein schlechtes Gewissen, man habe den Tag verplempert. Aber da ich jede Tätigkeit in voller Übereinstimmung mit meinen Bedürfnissen gemacht habe, blieb es aus und ich konnte mich noch abends über dieses bewusste „dagegen“ freuen. Ich habe es genossen.

 

Natürlich könnte man sagen, ich habe meinen inneren Schweinehund nicht überwinden können. Ich denke aber, dass man in einer achtsamen Selbstbeobachtung schnell heraus findet, wer einen da gerade bremsen will. Bin ich unmotiviert, schlecht gelaunt, etc. und raffe mich dann nicht auf, habe ich meinem Schweinehund nachgegeben. Wenn ich aber spüre, dass ich erschöpft und matt bin, dass mein Körper nach Pause verlangt und auch mein Kopf keine Anstalten macht, mich aktiv zu etwas zu drängen (Fernseher vs. Training), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich tatsächlich eine Pause gebrauchen kann.

 

 

Hör auf Dein Bauchgefühl und erkenn’ Deine wahren Bedürfnisse, dann darfst Du auch mal wollen statt sollen.

 

Eine schöne Woche, Deine Charlotte

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