Wie ein ruhiger See oder wie es mir gelang, innere Ruhe zu finden.

May 17, 2018

 

In den letzten zwölf Monaten ist so viel in meinem Leben passiert, das so schwer in Worte zu fassen ist. Es ist eine alles umfassende Wandlung, Metamorphose, die keinen Bereich meines Lebens unangetastet lässt.

Als ich heute versuchte, einer Freundin zu erklären, wie ich mich heute fühle, beschrieb ich ihr einen ruhigen, spiegelglatten See. Ein Bild, das mein Innenleben gerade wirklich gut bildlich werden lässt. Ich bin ruhig. Ich bin in Balance. Wenn mir heutzutage etwas passiert, dass nicht schön ist, kann man sich das vorstellen, wie die Wellen, die ein Stein, der in einen See geworfen wird, auslöst. Diese Wellen sind da. Aber sie sind nicht hoch. Und sie verschwinden schnell von selber wieder. Sie trüben das Wasser nicht, sie machen nichts kaputt. Sie kommen und sie gehen.

Wenn ich mein Ich vor einem Jahr beschreiben müsste, war ich innen wie ein tosendes Meer, laut, zerstörerisch, immer aufgewühlt, immer im Auf und Ab dieses Lebens. Ich brauchte keine kleinen Steine, die Wellen schlugen. In mir war der Sturm. Seit ich denken konnte. Selbstzweifel, negative Glaubenssätze, Perfektionismus, nur im Außen unterwegs, abhängig von Feedback, weil ich in diesem Sturm meine innere Stimme nicht hören konnte.

Und dann, ganz leise, begann meine Reise. Auf Sri Lanka sprach ich mit Claire, die in London Investmentbänkerin gewesen war, um dann alles hinzuwerfen, um als Yogalehrerin für Kost und Logie auf Sri Lanka zu arbeiten. Irgendwie inspirierte mich dieser Weg. Die Abkehr vom Luxus und Trubels ihres Berufs zur Einfachheit und Ruhe dieses neuen Lebens. Sie war glücklich.

Als ich wieder zuhause war, beschloss ich, auch eine Yogalehrerausbildung zu machen, um in meinem fiktiven Aussteigerleben am Strand von Sri Lanka Yoga unterrichten zu können.

Nach einiger Recherche landete ich bei Cherryl Duncan, einer Südafrikanerin, die in München lebt. Ab der ersten Stunde wusste ich, dass es exakt die richtige Wahl war. Ich tauchte ein in die Welt des Yoga und Buddhismus und spürte, wie dieses Wissen in mir etwas berührte. Das ist keine Wahrheit, die man rational erfassen kann. Es ist eine Wahrheit, die in Dir etwas zum Schwingen bringt. Du weißt intuitiv, dass sie wahr ist.

Seit 2015 hatte ich mittlerweile zwei Jahre in Folge das „Daily Greatness Yoga Journal“ für meine tägliche Dankbarkeitspraxis, die Fokussierung auf persönliche bzw. berufliche Ziele benutzt. Allmählich stellte ich fest, dass sich in der täglichen, wöchentlichen und 90 Tage Reflexion etwas verändert hatte.

Auf meinem ersten Yogaretreat auf Amorgos erfuhr ich während einer Schlussentspannung ein Gefühl der Liebe, wie ich sie noch nie wahrgenommen hatte. Jede Zelle meines Körpers war erfüllt von einer Dankbarkeit und Liebe, die mich zu Tränen rührte. Ich fühlte das erste Mal in meinem Leben keine Zweifel, keine Angst, keine Vorwürfe, keine Schuld. In mir war ein Frieden, den ich nicht kannte.

Nach dieser Erfahrung nahm ich mir für ein paar Wochen einen Coach, der mir helfen sollte, gewisse Dinge für mich abschließen zu können. Die ursprüngliche Intention war, mich optimal auf meine neue Stelle als Oberärztin vorzubereiten, aber es entwickelte sich eine intensive Arbeit mit mir selbst. Während dieser Phase las ich ein Buch, das mich erschütterte, beflügelte und schließlich friedlich mit mir zurück ließ: „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl . Sie ist Psychologin und beschäftigt sich mit dem inneren Kind, das jeder von uns hat. Es wird geprägt von den Erfahrungen in der frühen Kindheit und beeinflusst erschütternd viel in deinem täglichen Leben. Das Buch ist anstrengend und nicht nur einmal saß ich in Tränen auf meinem Meditationskissen. Aber ebenso stand ich am Ende des Buches im Wohnzimmer und spürte wieder diese Liebe in mir, die sich in Griechenland das erste Mal gezeigt hatte.

Eine Weile schon hatte ich den Podcast von Laura Seiler gehört, „happy holy and confident“. Aufmerksam geworden war ich in einer Zeitschrift, die sie empfohlen hatte. Am Anfang war ich etwas irritiert von ihrer überschäumenden, fröhlichen Art – fast schon unheimlich war mir das. Wie kann jemand die ganze Zeit so übertrieben fröhlich sein? In ihrem Podcast kündigte sie ihr Buch „Mögest Du glücklich sein“ an und gab als Teaser eine kostenlose Hörprobe. Danach war es um mich geschehen. Ich bestellte mir das Buch und las es durch.

Ein anderes Projekt von ihr ist die „Rise Up & Shine University“. Um die schlich ich im Januar 2018 herum und überlegte hin und her, ob ich sie mir gönnen sollte. Im Februar konnte ich mich durchringen, weil ich mir davon erhoffte, dass sie mir half, heraus zu finden, was ich denn nun eigentlich beruflich machen wollte (was ein ganz eigenes Thema ist, worüber ich bestimmt auch noch mal schreiben werden). Viel von den über vier Wochen laufenden täglichen Coaching Videos und auch dem dazu gehörigen Workbook kam mir bekannt vor. Einerseits aus meiner Meditations- und Dankbarkeitspraxis, andererseits aus dem Daily Greatness Journal. Zusätzlich gesellte sich das innere Kind dazu, ebenso wie Vergebung. Das hat sie wirklich gut gemacht und ich denke, es kann jedem einen Einstieg in die Arbeit mit der eigenen Persönlichkeit geben, der ein bisschen offen für Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität ist. 

Ein weiterer Podcast, den ich Euch ans Herz legen kann, sind "The Mindful Sessions" von Sarah Desai, die auch ganz wundervolle Arbeit macht.

Zusätzlich lese ich regelmäßig den Blog von Madhavi Guemoes auf ihrer Seite "kaerlighed". Sie hat eine tolle Art zu schreiben und die Dinge auf den Punkt zu bringen.

 

Und so sitze ich heute in meinem Wohnzimmer und bin erfüllt von all den wundervollen Dingen, die in den letzten zwölf Monaten passiert sind. Ich kann dieses innere Gefühl der Ruhe, Balance und Dankbarkeit sowie diese unfassbare Freude in mir über dieses wundervolle Leben kaum fassen. Und eine Stimme sagt mir, dass das erst der Anfang ist.

 

Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen inspirieren und Hoffnung schenken.

 

Namasté und bis bald,

Eure Charlotte

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