Wandern und Yoga

April 23, 2018

 

 

Letzte Woche war ich mal wieder im wunderschönen "Blauen Land" unterwegs. Ich bin mit Freunden auf den Jochberg gestiefelt.

Auf dem Weg dort hin konnten wir weite Blicke über das Murnauer Moos erhaschen: weite Wiesen, überall leuchtend gelber Löwenzahn.

Beim Einstieg in den Wanderweg am Kesselberg hatte ich noch völlig unterschätzt, wie warm es werden würde =) Die Nadelbäume verströmten einen Duft, der mich sofort in den Sommerurlaub katapultierte.

In der letzten Yogastunde hatten wir über Ahimsa - die Gewaltlosigkeit gesprochen. Beim Aufstieg musste ich daran denken. Ich war nicht fit an diesem Tag: ich war wahnsinnig angestrengt, mein Gesicht war so rot wie meine Wanderhose. Ich glaube, wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich sogar in Erwägung gezogen, umzukehren. Aber in der Gruppe ist das nicht so einfach. Eigentlich wäre ich mir gegenüber wirklich gerne netter gewesen, stattdessen quälte ich mich hinter den zwei anderen her und fragte mich bei jedem Schritt, warum ich so unfit war. Das ist sicherlich nicht das, was ich mir unter einem freundlichen, liebevollen Umgang mit mir vorstelle. Nach ein paar Höhenmetern entschloß ich also, einfach so langsam zu gehen, wie ich es brauchte, und beobachtete die Stimme in meinem Kopf. Schon allein durch diese Beobachterhaltung distanziert man sich emotional davon. Es war ein bißchen wie Meditation, bewegte Meditation. Achtsamkeit, Beobachtung, Abhaken. So könnte man es zusammen fassen.

 

 

Oben angekommen hatten wir einen Wahnsinnsblick über den Walchensee, den Kochelsee, Herzogstand, Heimgarten, Zugspitze, bis weit ins Karwendelgebirge hinein. Es war magisch. Die Seen glitzerten türkis und auf dem Walchensee konnte man die ersten Wind- und Kitesurfer beobachten. Die Anstrengung war vergessen.

Wie immer hatte ich auf dem Weg nach oben aufmerksam den Waldboden nach Plastikmüll gescannt. Wie Hänsel und Gretel schlich ich also nun den bunten Plastikstücken hinterher. Es ist erstaunlich, was man alles finden kann. Es ist zwar noch nicht so furchtbar wie am Strand, aber dennoch erstaunlich: glauben die Menschen, dass sich die Plastikverpackung von Taschentüchern oder Müsliriegeln von selber auflöst?

 

Zuhause angekommen genoss ich ein paar Asanas auf meiner Yogamatte. Insbesondere die Hüftöffner wie die Taube oder die Eidechse taten nach der Anstrengung gut. Yoga und Wandern passen wunderbar zusammen =) Sowohl der körperliche Aspekt als auch der geistliche!

 

Photos von Nele Amann.

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