• Charlotte

SEI DOCH EINFACH ZUFRIEDEN! Oder die kleinen Schritte zur Zufriedenheit.


Patanjali war ein indischer Gelehrter, der ca. 200 Jahre vor Christus lebte. Er verfasste das Yogasutra, das sozusagen der klassische Leitfaden des Yoga ist, und weswegen Patanjali auch manchmal der „Vater des Yoga“ genannt wird.

Yoga bedeutet einfach gesagt „Eins-Sein“ und zu diesem Eins Sein führt uns der 8-gliedrige Pfad, der in den Yogasutren beschrieben wird.

Die 8 Glieder dieses Pfades sind:

  1. Yamas: Ethik. Wie behandle ich andere. Zum Beispiel Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, usw.

  2. Niyamas: Persönliche Ethik. Reinigung des Körpers und des Geistes, Dankbarkeits-Praxis, Disziplin

  3. Asana: also das, was wir hier machen. Die körperliche Ertüchtigung, um gut sitzen zu können. Um die eigenen Grenzen zu finden.

  4. Pranayama: Energiearbeit. Prana: Lebensenergie; Ayama: Erweiterung. Dies übt man durch Atemübungen.

  5. Pratyahara: Konzentration

  6. Dharana: Konzentration auf einen Gegenstand, mit Unterbrechungen.

  7. Dhyana: Konzentration auf einene Gegenstand, ohne Unterbrechungen.

  8. Samadhi: die Hingabe, die Auflösung des Selbst.

Heute möchte ich in diesem Text auf einen Teil der persönlichen Ethik eingehen.

Niyamas:

  • Sauca: Reineit

  • Samtosa: Genügsamkeit, Zufriedenheit

  • Tapas: den Körper fit halten: Asanapraxis, Disziplin; das Feuer entfachen zur Reinigung von innen

  • Svadhyaya: Erforschung des Selbst

  • Ishvarapranidhana: Vertrauen in Gott

Im Speziellen soll es um Samtosa gehen: Zufriedenheit, Genügsamkeit.

Das sind ziemlich große Worte. Man kann ja nicht einfach beschließen, mit dem zufrieden zu sein, was ist. Boom. Sei zufrieden. So einfach ist das nicht. Insbesondere in einer Welt, in der uns jeden Tag vermittelt wird, dass wir nicht genug sind, dass wir nicht genug haben und immer nach mehr streben müssen.

Ich denke, dass man dies auf ein machbares Level herunter brechen muss, um wieder zu erfahren/zu spüren, was Zufriedenheit bedeutet.

Eine einfache Übung hierfür ist die Dankbarkeitspraxis. Diese kann man ganz einfach und ohne viel Aufwand beginnen:

  • Setze Dich morgens in Ruhe hin und überlege Dir drei Dinge, für die Du dankbar bist. Lass das Gefühl der Dankbarkeit zu. Wenn Dir dies schwer fällt, schließe hierfür die Augen.

  • Zum Beispiel: ich bin dankbar für die Tasse warmen Kaffee, die duftend vor mir steht. Macht Euch dann Euer warum klar: es riecht gut, es schmeckt gut, es macht mich wach, es ist meine kleine Pause bevor der Tag losgeht.... Notiert diese Dinge in einem Dankbarkeitstagebuch.

Durch die Schulung Deiner Achtsamkeit diesen kleinen „Alltäglichkeiten“ gegenüber wirst Du langsam aber sicher insgesamt achtsamer. Du wirst bemerken, was Du vorher alles missachtet hast, und für wie viele Dinge Du dankbar sein kannst.

Um dies noch ein bisschen zu veranschauliche gebe ich Dir noch ein paar Beispiele:

  • Wir leben in einem der sichersten Länder (auch für Frauen)

  • Wir haben alle eine Schulbildung erhalten (auch die Frauen)

  • Wir leben alle in Wohnungen mit Heizung, Wasser und Strom

  • Unsere direkte Umwelt vergiftet uns nicht

  • Es ist Sommer

  • Es gibt Eis

  • Wir sind gesund!

Es gibt so viele Dinge, für die wir dankbar sein können, die wir uns nur bewusst machen müssen.

(Diesen grandiosen Regenmantel zum Beispiel, den man ja nur tragen kann, "Wenn datt pladdert")

Wenn man diese Dankbarkeit in sein Leben lässt, spürt man nach einer Weile einen inneren Zustand, der ruhiger ist, der sich gut und warm anfühlt....und je mehr man Dankbarkeit übt, immer mehr wird...das ist Zufriedenheit.

Ich wünsche Dir eine wunderschöne Woche,

Charlotte

#Yoga #Philosophie #Yogaphilosophie #WasfürdenKopf

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