• Charlotte

Eine erschreckende Erkenntnis...


Gestern hatte ich eine erschreckende Erkenntnis.

Wir waren mit dem Mountainbike unterwegs auf einem Berg, den ich kenne, wo ich schon ein paar Mal war. Ich ackerte mich die Serpentinen hoch und fragte mich amüsiert, warum wir zielsicher immer um die Mittagszeit bei sengender Sonne diesen Berg hochkurbeln. Immer wieder blieb mein Blick in diesem wunderschönen, grünen Wald hängen oder meine Nase an dem erdigen, sommerlichen, eigentümlichen Duft des Waldes. Ich fühlte mich wohl und präsent.

Und dann kamen wir an einen atemberaubenden Lichtung vorbei. Die Sonne tauchte das helle Grün in strahlendes, goldenes Licht. Es war magisch. Das hohe Gras war durchsetzt mit kleinen Tannen. Im Sonnenlicht flatterten Schmetterlinge. Es war so friedlich und so schön.

Entzückt sagte ich, wie schön ich diese Lichtung fände....und mein Freund antwortete "Die ist schon immer hier." Bäm. Da war es. Wie eine Ohrfeige traf mich die Erkenntnis, dass ich hier noch nie bewusst vorbei gefahren war. All die Male war ich mit irgendetwas beschäftigt. Im Zweifel grübelte ich über irgendetwas nach. Und all die Male hatte ich der Schönheit dieses Ortes keinen Blick gewürdigt. Wie eine Schlafwandlerin ignorierte ich den Zauber um mich herum und war in Gedanken irgendwo anders. Und fühlte mich wahrscheinlich nicht mal besonders gut dabei.

Irgendwann bin ich offensichtlich erwacht und konnte den Zauber erkennen. Seither finde ich jeden Tag kleine Wunder da draußen, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke und dabei immer ein kleines bisschen Freude und Frieden spüre. Selbst an dunklen Tagen.

Bäm. Ich bin da. Ich bin präsent. Wach.

Das Leben ist zu schön, um dran vorbei zu fahren.

#Achtsamkeit #Mindfulness #Sport

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